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E‑Scooter für Kin­der und Jugend­li­che: Was ist erlaubt?

Unterwegs zur Schule, Freund*innen oder zum Sport: Ab 14 Jahren dürfen Teenager E‑Scooter fahren.

E‑Scooter rol­len längst durch fast jede Stadt – und ste­hen bei vie­len Teen­agern ganz oben auf dem Wunsch­zet­tel. Doch ab wel­chem Alter erlaubt der Gesetz­ge­ber die Fahrt über­haupt? Auf wel­chen Wegen dür­fen Jugend­li­che legal fah­ren und wel­che Model­le bie­ten im All­tag Sicher­heit?  Wir zei­gen dir, wor­auf du beim E‑S­coo­ter-Kauf für dei­nen Nach­wuchs ach­ten musst.

Gesetz­li­che Vor­schrif­ten: Die­se Regeln gel­ten für Kin­der und Jugendliche

Bevor dein Kind sicher los­rollt, gibt es eini­ge wich­ti­ge Din­ge zu klä­ren. Zum einen muss der E‑Scooter selbst zwin­gend eine tech­ni­sche Stra­ßen­zu­las­sung besit­zen, doch auch für die Fahrer*innen gel­ten stren­ge gesetz­li­che Vor­schrif­ten im Stra­ßen­ver­kehr. Damit du genau weißt, was recht­lich erlaubt ist, star­ten wir mit den recht­li­chen Grund­la­gen - unse­re Check­lis­te für Alter und gesetz­li­che Vor­ga­ben. 

E‑Scooter für Kin­der? Das sagt das Gesetz

Wer mit einem E‑Scooter am öffent­li­chen Stra­ßen­ver­kehr teil­nimmt, unter­liegt der Elek­tro­kleinst­fahr­zeu­ge-Ver­ord­nung (eKFV). Um dir einen schnel­len Über­blick zu geben, haben wir die wich­tigs­ten Vor­ga­ben für dich zusam­men­ge­stellt. Beach­te jedoch, dass der Gesetz­ge­ber die Regeln für E‑Scooter ste­tig wei­ter­ent­wi­ckelt und ver­kehrs­recht­lich zuneh­mend an den Fahr­rad­ver­kehr anpasst. 

 

Die grund­le­gen­den Vor­aus­set­zun­gen im Über­blick: 

  •  Min­dest­al­ter: Fahrer*innen müs­sen min­des­tens 14 Jah­re alt sein (gilt für alle E‑Scooter mit Stra­ßen­zu­las­sung, auch wenn sie nur 12 km/h fah­ren). Es gel­ten dann im Wesent­li­chen die glei­chen Ver­kehrs­re­geln wie für Erwach­se­ne. 
  • Füh­rer­schein: Es ist kei­ne spe­zi­el­le Fahr­erlaub­nis nötig. 
  • Helm: Es besteht kei­ne gesetz­li­che Helm­pflicht, ein Helm wird aber zum eige­nen Schutz drin­gend emp­foh­len. 
  • Per­so­nen­zahl: Ein E‑Scooter darf immer nur von einer ein­zel­nen Per­son gefah­ren wer­den. 

Wo dür­fen E‑Scooter fah­ren? Die neu­en Regeln im Straßenverkehr

Mit der Novel­le der Elek­tro­kleinst­fahr­zeu­ge-Ver­ord­nung (eKFV) von 2026 passt der Gesetz­ge­ber die Vor­schrif­ten schritt­wei­se an. E‑Scooter wer­den im Stra­ßen­ver­kehr zuneh­mend wie Fahr­rä­der behan­delt. Dar­aus erge­ben sich im All­tag fol­gen­de Regeln: 

  • Rad­weg statt Stra­ße: Grund­sätz­lich müs­sen Jugend­li­che mit dem E‑Scooter Rad­we­ge und Fahr­rad­stra­ßen nut­zen. Gibt es kei­nen Rad­weg, fah­ren auch Teen­ager auf der Fahr­bahn — wie ein Fahrrad.
  • Neue Frei­heit durch das Schild „Rad­ver­kehr frei“: Die­ses Zusatz­schild an einer Fuß­gän­ger­zo­ne oder einer Ein­bahn­stra­ße gibt den Weg nun auch für E‑Scooter frei. Jugend­li­che dür­fen dort dann bei­spiels­wei­se legal ent­ge­gen der Ein­bahn­stra­ße fah­ren. 
  • Geh­we­ge blei­ben tabu: Auf rei­nen Geh­we­gen haben E‑Scooter nichts zu suchen. Wer sich nicht dar­an hält, muss durch die Geset­zes­än­de­rung mit noch höhe­ren Buß­gel­dern rechnen.

Was genau ist Pflicht?

Ein stra­ßen­zu­ge­las­se­ner E‑Scooter muss fol­gen­de Bedin­gun­gen erfül­len, um am Stra­ßen­ver­kehr teil­zu­neh­men:  für den öffent­li­chen Ver­kehr: 

  

  • All­ge­mei­ne Betriebs­er­laub­nis (ABE)
  • Kfz-Haft­pflicht­ver­si­che­rung 
  • gül­ti­ges Ver­si­che­rungs­kenn­zei­chen bezie­hungs­wei­se Ver­si­che­rungs­pla­ket­te 
  • tech­ni­sche Aus­stat­tung wie Licht, Brem­sen und Klin­gel 

 

H2: Sicher­heit: Dar­auf musst du achten

Die Sicher­heit dei­nes Kin­des steht immer an ers­ter Stel­le. Ach­te vor und wäh­rend der Fahrt beson­ders auf die­se Punk­te: 

Tech­nik und Zulas­sung: Prü­fe, ob der E‑Scooter, die eben genann­ten Anfor­de­run­gen für eine Stra­ßen­zu­las­sung erfüllt. Die All­ge­mei­ne Betriebs­er­laub­nis (ABE) erkennst du am Typen­schild des Scoo­ters. Zusätz­lich soll­test du den Rol­ler regel­mä­ßig tech­nisch prü­fen: Ach­te beson­ders auf zwei intak­te, von­ein­an­der unab­hän­gi­ge Brem­sen, eine gut sicht­ba­re Beleuch­tung und eine funk­tio­nie­ren­de Klin­gel. Für einen gründ­li­chen Sicher­heits­check kannst du den Rol­ler auch in eine spe­zia­li­sier­te Werk­statt geben. 

Der rich­ti­ge Schutz: Das Gesetz schreibt zwar kei­nen Helm vor, den­noch soll­te dein Kind auf dem E‑Scooter einen tra­gen. Ein guter Helm ver­hin­dert bei Stür­zen oft schwe­re Ver­let­zun­gen. Für den Anfang emp­feh­len sich zusätz­lich Knie- und Ellen­bo­gen­scho­ner. 

Übung macht den Meis­ter: Lass dein Kind das Fahr­ge­fühl erst ein­mal sicher abseits der Stra­ße üben. Beson­ders die plötz­li­che Beschleu­ni­gung über­rascht vie­le Anfän­ger. Es hilft enorm, wenn dein Kind vor­her mit einem unmo­to­ri­sier­ten Tret­rol­ler ohne Motor übt. Beglei­te die ers­ten Fahr­ver­su­che, ach­te auf ein ange­mes­se­nes Tem­po und stel­le sicher, dass es die Ver­kehrs­re­geln kennt. Wäh­le für die ers­ten Tou­ren eine siche­re, mit Rad­we­gen gut aus­ge­bau­te Rou­te. Beglei­te am bes­ten die ers­ten Fahr­ver­su­che, um sicher zu stel­len, dass dein Kind mit dem E‑Scooter umge­hen kann. 

Der rich­ti­ge E‑Scooter: Dar­auf kommt es beim Kauf an

Neben den recht­li­chen Vor­ga­ben muss der Elek­tro­rol­ler zu Sta­tur und Fähig­kei­ten eines Teen­agers pas­sen. Das gilt beson­ders für Anfänger*innen, die bis­her noch kei­ne Erfah­rung mit den moto­ri­sier­ten Rol­lern gesam­melt haben. Ach­tet beim Kauf eines E‑Scooters für eure Kin­der des­halb auf die fol­gen­den Punk­te: 

Das Mate­ri­al: War­um Alu­mi­ni­um die bes­se­re Wahl ist

Auf dem Markt fin­dest du für Jugend­li­che vor allem E‑Scooter aus Alu­mi­ni­um oder Kunst­stoff. Alu­mi­ni­um punk­tet dabei dop­pelt: Es ist deut­lich robus­ter als Plas­tik und bleibt trotz­dem ange­nehm leicht. Kunst­stoff-Rol­ler tra­gen meist deut­lich weni­ger Gewicht. Da Teen­ager schnell wach­sen und schwe­rer wer­den, sto­ßen die­se Model­le oft rasch an ihre Gren­zen. Was zu Beginn noch völ­lig aus­reicht, steht dann viel­leicht schon nach eini­ger Zeit unge­nutzt im Kel­ler. Grei­fe daher am bes­ten direkt zu einem sta­bi­len Modell, das pro­blem­los 50 bis 60 Kilo­gramm aus­hält. 

Die Rei­fen: Luft oder Vollgummi?

Grö­ße­re und dicke­re Rei­fen bie­ten dei­nem Teen­ager deut­lich mehr Halt. Beson­ders auf nas­sen Wegen geben sie Sta­bi­li­tät und ver­hin­dern Stür­ze. Ori­en­tie­re dich beim Kauf am bes­ten an einem Rad­durch­mes­ser von etwa 20 Zen­ti­me­tern. Ent­schei­de dich zudem beim Mate­ri­al bewusst für Voll­gum­mi­rei­fen. Die ver­zei­hen fast alles. Ein­zi­ger Wer­muts­trop­fen: Auf Kopf­stein­pflas­ter dämp­fen sie kaum. Luft­rei­fen federn Uneben­hei­ten wun­der­bar ab, plat­zen jedoch schnell, wenn dein Kind über Scher­ben fährt. Da Jugend­li­che im All­tag oft weni­ger vor­sich­tig mit ihrem Rol­ler umge­hen, sorgt Hart­gum­mi meist für län­ge­res sor­gen­frei­es Rol­len. 

Grö­ße und Gewicht: Dar­auf musst du achten

Da Teen­ager schnell wach­sen, emp­fiehlt sich ein höhen­ver­stell­ba­rer Len­ker. So wächst der Rol­ler ein­fach mit, schont den Rücken des Kin­des und du musst nicht schon nächs­tes Jahr ein neu­es Modell kau­fen. Wirf auch einen Blick auf das Gewicht: Vie­le Leih-Scoo­ter wie­gen viel. Für einen 14-Jäh­ri­gen eig­net sich idea­ler­wei­se ein Modell, das maxi­mal 12 bis 13 Kilo­gramm wiegt. So trägt dein Kind den Rol­ler pro­blem­los die Trep­pe hoch oder nimmt ihn unter den Arm, falls der Akku unter­wegs leer ist. Ein Klapp­me­cha­nis­mus macht es leich­ter, den E‑Scooter zu trans­por­tie­ren. 

Ein wich­ti­ger Hin­weis zu Tem­po und Zulas­sung: Wäh­rend Stan­dard-Scoo­ter bis zu 20 km/h schnell fah­ren, genü­gen für jün­ge­re Anfän­ger oft gedros­sel­te Model­le mit 12 bis 15 km/h. So behal­ten sie das Fahr­zeug bes­ser unter Kon­trol­le. Aber Ach­tung: Sobald dein Kind mit dem Rol­ler auf öffent­li­chen Stra­ßen fährt, benö­tigt das Gerät zwin­gend eine All­ge­mei­ne Betriebs­er­laub­nis (ABE) mit Typen­schild. Zudem musst du den Rol­ler haft­pflicht­ver­si­chern und den klei­nen Ver­si­che­rungs­auf­kle­ber hin­ten anbrin­gen. 

 

Akku und Motor: Wie viel Power ist sinnvoll?

Über­trei­be es am Anfang nicht mit der Leis­tung. Ein Motor mit 120 bis 200 Watt reicht für jun­ge Fah­re­rin­nen und Fah­rer völ­lig aus. Ach­te beim Akku auf eine Reich­wei­te von 12 bis 20 Kilo­me­tern – das garan­tiert dei­nem Kind Fahr­ten von etwa 45 bis 60 Minu­ten, bevor der Rol­ler wie­der an die Steck­do­se muss. 

Die­se E‑Scooter eig­nen sich für Jugendliche

Auf dem Markt fin­dest du unzäh­li­ge Model­le, die sich für Teen­ager eig­nen. Füh­ren­de Her­stel­ler brin­gen regel­mä­ßig neue Top-Model­le her­aus. Die Unter­schie­de lie­gen vor allem in Leis­tung, Akku­lauf­zeit und Design. Damit du im Ange­bots-Dschun­gel den Über­blick behältst, stel­len wir dir drei belieb­te Scoo­ter-Typen mit Stra­ßen­zu­las­sung vor, die sich für Teen­ager eig­nen: 

Typ 1: Der leich­te City-Flitzer

Ein­stiegs­mo­del­le wie der Seg­way E2 Pro D kon­zen­trie­ren sich auf das Wesent­li­che: Mit einer leich­ten Fede­rung aus­ge­stat­tet eig­net sich das Modell eher für den Ein­satz in der asphal­tier­ten City als für holp­ri­ge Wald­we­ge oder Kopf­stein­pflas­ter. Die Akkus fal­len hier meist kom­pak­ter aus, daher wie­gen sie recht wenig, las­sen sich pri­ma zusam­men­klap­pen und leicht tra­gen - perfekt für den kur­zen Schul­weg oder um ihn im Bus mit­zu­neh­men.  

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Typ 2: Der aus­dau­ern­de Allrounder

Model­le wie der NIU KQi 300X DEBG bie­ten einen her­vor­ra­gen­den Kom­pro­miss aus robus­ter Leis­tung und gro­ßer Reich­wei­te. Sie punk­ten mit star­ken Akkus und hoher Zuver­läs­sig­keit – ide­al für län­ge­re All­tags­stre­cken. Durch den grö­ße­ren Akku und die sta­bi­le Bau­wei­se brin­gen sie mit gut 20 Kilo­gramm und mehr zwar mehr auf die Waa­ge als die klei­nen CityFlit­zer, las­sen sich aber durch­aus noch zusam­men­klap­pen und auf kurzen Stre­ckentra­gen

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Typ 3: Die siche­re Freizeit-Begleitung

Model­le wie der NAVEE EScoo­ter V50i Pro punk­ten mit mehr Sta­bi­li­tät und Sicher­heits­re­ser­ven als leich­te Ein­stiegs­mo­del­le, ohne dabei zu schwer oder unhand­lich zu wer­den. Sie eig­nen sich gut, um nicht nur kur­ze Stre­cken zurück­le­gen, son­dern auch im unweg­sa­me­ren Gelän­de sicher und ent­spannt unter­wegs zu sein. Grö­ße­re Rei­fen und zuver­läs­si­ge Brem­sen sor­gen für ein sou­ve­rä­nes Fahr­ge­fühl. Mit einem Gewicht von rund 18 Kilo­gramm sind sie zwar etwas schwe­rer als beson­ders leich­te City-Flit­zer, las­sen sich aber noch gut zusam­men­klap­pen und ein Stück tra­gen. 

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Sicher­heit geht immer vor

Mit dem eige­nen E‑Scooter zur Schu­le, zum Sport oder zu Freun­den rol­len — vie­le Jugend­li­che wün­schen sich einen E‑Scooter, um schnell und bequem ans Ziel zu kom­men. Vor dem 14. Geburts­tag ver­bie­tet das Gesetz aller­dings die Fahrt auf öffent­li­chen Stra­ßen und Wegen aller­dings. Doch auch wenn dein Teen­ager die­ses Min­dest­al­ter erreicht hat, bleibst du als Erzie­hungs­be­rech­tig­ter gefragt: Funk­tio­niert alles ein­wand­frei? Passt das Modell zur Sta­tur dei­nes Kin­des? Hält sich dein Teen­ager an alle Ver­kehrs­re­geln? Wenn du all die­se Fra­gen bezüg­lich Tech­nik und Fahr­ver­hal­ten mit „Ja“ beant­wor­test, steht einer siche­ren Fahrt nichts im Weg. Den­ke aber immer dar­an: Die Sicher­heit dei­nes Kin­des geht stets vor. 

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